Muskeldystrophie

Bei der Muskeldystrophie handelt es sich um einen Sammelbegriff erblich bedingter Muskelerkrankungen. Sie führen zu einer fortschreitenden Rückbildung des Muskelgewebes und zunehmender Schwäche, wobei bislang über 30 verschiedene Formen dieser Erkrankung bekannt sind. Diese können sich in Symptomatik, Häufigkeit, Verlauf und Prognose stark unterscheiden. Für einige Arten der Muskeldystrophie ist der genetische Defekt bekannt, wodurch sich die Form der Erkrankung diagnostizieren lässt. Therapien, welche die Symptome von Muskeldystrophien behandeln, sind möglich. Jedoch ist eine Heilung der Krankheit nicht erreichbar und verläuft bei vielen Formen nach langer Dauer, in einigen Fällen auch schon nach kurzer Dauer, letztlich tödlich. Die Häufigkeit von Muskeldystrophien in der Bevölkerung liegt insgesamt bei etwa 1:2000 bis 1:5000.

Die häufigste Ursache für eine Muskeldystrophie ist das erblich bedingte Fehlen von Dystrophin oder Defekte im Dystrophin-Glykoproteinkomplex. Jedoch ist bei vielen Muskeldystrophien die genaue Ursache bislang nicht geklärt. Zu den wichtigsten Formen der Muskeldystrophie gehören der Typ Becker-Kiener und der Typ Duchenne.

Das Bild unten zeigt von Muskeldystrophie befallenes Muskelgewebe. Man kann hier gut erkennen wie sich die gesunden Muskelzellen in Fettzellen umgewandelt bzw. sich zurückgebildet haben.

Muskeldystrophie

Muskeldystrophie – Therapie

Gegen die Ursachen einer Muskeldystrophie stehen bislang keine wirksamen Thereapien zur Verfügung. Lediglich lassen sich die Symptome dieser Muskelerkrankung behandeln. Diverse Selbsthilfegruppen und Verbände unterstützen den Austausch unter Betroffenen und Angehörigen.

Krankengymnastik ist eine Therapie, welche den Muskeldystrophie Erkrankten im begrenzten Umfang hilft. Dabei ist zu beachten, dass die Muskulatur bei Muskeldystrophie Patienten empfindlich auf Dehnung reagiert. Bestimmte Medikamente können die Symptome beeinflussen und den Prozess verlangsamen, die Krankheit kann dabei jedoch nicht geheilt werden. Alle bisherigen Versuche mit Medikamenten unterschiedlicher Art schlugen fehl. Versuche für eine genetische Therapie stecken bislang noch im Anfangsstadium und es wird sich erst in weiterer Zukunft zeigen, ob diese Bemühungen erfolgreich sein werden. Neben Selbsthilfegruppen hilft eine psychologische Betreuung den Patienten sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, um das Leben mit der Diagnose einer chronisch fortschreitenden Muskeldystrophie leichter zu bewältigen.